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Was ist los ...

in Obermoos? ...


Wenn man auf der vielbefahrenen Staatsstraße B 472 zwischen Irschenberg und Miesbach an der Ortschaft Buchbichl vorbeifährt, fällt einem womöglich garnicht auf, daß hier auch die Abzweigung nach Obermoos ist. Folgt man dieser Straße durch das neu erbaute Gewerbegebiet, kommt man zum Hof der Familie Grundbacher.

Hofansicht

Man steht vor einem blühenden Kräutergarten und dahinter grasen idyllisch die Kühe auf der Weide, alles strahlt Ruhe und Harmonie aus.

Kräutergarten von Josefa GrundbacherKühe auf der Weide

Daß es hinter den Kulissen nicht so ruhig abgeht, kann man mit Fug und Recht behaupten. Seit ein paar Jahren befindet sich der Milchviehbetrieb von Sepp und Josefa Grundbacher und ihren 5 Kindern in einer großen Umbruchphase. Beunruhigt durch die wirtschaftliche Abhängigkeit von der Lebensmittelindustrie und das schlechte herbeigeredete Image der Landwirtschaft bei großen Teilen der Verbraucher versucht man eigene, neue Wege zu gehen.

Bereits vor ca. 10 Jahren entschloss man sich, die vorgegebenen Pfade der intensiven Wirtschaftsweise zu verlassen. Gleichzeitig mit dem Verzicht auf Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel begann man mit dem Einsatz von EM, daß ist die Abkürzung für „effektive Mikroorganismen“, im Wirtschaftskreislauf. Diese EM sind beeinflussen  das Bodenleben und die Tiergesundheit positiv und sind frei von chemischen und genveränderten Inhaltsstoffen.

Josefa mit Enkel und Schwiegertochter

Ab diesem Zeitpunkt spürte Familie Grundbacher, die sich zwischenzeitlich auch mit der Hömöopathie im Stall ihrer 32 Milchkühe beschäftigte, daß es noch andere Wege gibt als die altbekannte These „Wachsen oder Weichen“.

Im Frühjahr 2004 wagte man erstmals den Versuch, eine kleine Menge der am Betrieb erzeugten Milch von der bekannten Kaserin Vevi Fischer zu eigenem Käse verarbeiten zu lassen. In den Folgejahren wurden stetig steigende Mengen von einer mobilen Käserei zu weitere Käsesorten veredelt und bei ständig steigender Nachfrage bei den umliegenden Verbrauchern abgesetzt. Im Umgang mit den veredelten Produkten aus den Eutern der Obermooser Kühe lernte man auch wieder eine hohe Wertschätzung gegenüber den hochwertigen Erzeugnissen aus der eigenen Landwirtschaft.

Die immer wiederkehrenden Skandale in der Lebensmittelindustrie bewirken auch beim Endverbraucher ein Umdenken, er schätzt vermehrt die hervorragende Qualität der einheimischen Produkte und ist auch bereit, dafür einen etwas höheren Preis zu bezahlen.

Nach dem der Hofnachfolger Sepp Grundbacher jun. eine landwirtschaftliche Ausbildung begonnen hatte, entschloss man sich zu einem weiteren großen Schritt:

Im Sommer 2006 wurde die Planung fertiggestellt und im Herbst begann man mit dem Bau einer hofeigenen Käserei. Diese Aktion forderte viel Kraft und viele Stunden von der ganzen Familie, aber bereits im Februar 2007 konnte mit der Produktion in den eigenen Räumen begonnen werden. Zeitgleich wurde der Betrieb auf ökologische Wirtschaftsweise umgestellt und ist seit März als "NATURLAND"-Betrieb zertifiziert.

Um die vielen Käsesorten präsentieren zu können, wurde im Anschluß an die Käserei auch ein Hofladen eingerichtet. Von hier aus kann man durch ein Fenster dem Chef Sepp Grundbacher bei der Arbeit auf die Finger schauen. Er übernimmt die Prozedur der Käseherstellung von der Rohmilch bis zu den fertigen Käsespezialitäten.

Die Produktpalette umfasst die Bandbreite von mildgereiftem Camembär bis zu würzigen Schnittkäse und erfreut sich ständig wachsender Beliebtheit.

Drei Generationen Grundbacher

Stellt man an die Familie Grundbacher die Frage, warum sie sich für diesen Weg entschlossen, bekommt man keine eindeutige Antwort: "Es hat sich eben so ergeben. Wir hoffen und denken, daß wir durch diese Entscheidung die Grundlage geschaffen haben, daß auf unserem Betrieb zwei Generationen von der Landwirtschaft durch die Produktion hochwertiger biologischer Lebensmittel im Einklang mit der Natur leben können."